Wie im letzten Post bereits erwähnt wird am morgigen Sonntag der estnische Unabhängigkeitstag begangen. Aus diesem Grund wurde heute im Kulturhaus Athena der relativ neue Kinofilm “The Singing Revolution” gezeigt. Zwei amerikanische Filmmacher, die einige Zeit in Estland verbrachten, nahmen sich in einem Dokumentarfilm dem Thema der singenden Revolution an.

Der Film ist wirklich sehr bewegend, wenn auch an einigen Stellen etwas sehr amerikanisch und heroisch. Dennoch zeigt dieser Film eingänglich, welchen Weg dieses kleine Land ab Mitte der 80er Jahre nahm und welche Rolle der Gesang in der gesamten Gechichte dieses Volkes spielt. Interessant war aber vor allem zu sehen, dass diese friedliche Revolution auch leicht hätte ein blutiges Ende nehmen und in einem Bürgerkrieg hätte enden können. 1990 bestand die Bevölkerung eben zu einem großen Teil auch aus Russen, welche eine Abspaltung von der Sowjetunion nicht befürworteten.

Es ist wirklich schade, dass dieses Jahr nicht die Möglichkeit besteht, ein estnisches Sängerfest selbst mitzuerleben, da diese nur aller fünf Jahre stattfinden. Das nächste ist im Jahr 2009. Es muss wirklich ergreifend sein, wenn 30000 (ja, richtig: 30000!) Menschen gleichzeitig Lieder singen. Dazu kommen dann noch einmal 200000 Menschen, welche sich dieses Spektakel ansehen.

Unter www.singingrevolution.com kann man den Trailer zum Film ansehen. Dieser gibt einen kleinen Einblick,vor allem zeigt er aber auch Bilder vom Sängerfest, falls sich nicht jeder etwas darunter vorstellen kann.